
Raumpsychologie und Wissenschaft... |
Feng
Shui ist eine uralte Energielehre aus China. Auch im Westen gab
es eine Form von Feng Shui. Sie heisst hier Geomantie und diente vor allem
dazu, die wichtigen Kathedralen und Kirchen mit Unterstützung der
bestmöglichen Energien zu bauen. Feng Shui ist die Kunst und Wissenschaft,
mit seiner Umgebung in Harmonie zu leben und möglichst viel kosmische
Energie aufzunehmen für Erfolg, Gesundheit und spirituelles Wachstum.
Feng Shui kann ausserdordentlich dazu beitragen, Probleme im Wohn- und
Arbeitsbereich des Menschen auf der physischen und energetischen Ebene
zu lösen, indem eine auf allen Ebenen harmonische Umgebung geschaffen
wird.
Heute ist Feng Shui
jedoch mehr - es ist Raumpsychologie:
„Ganz
besonders heute hängt die Welt an einem dünnen Faden, und dieser
Faden ist die Psyche des Menschen.“
Zitat von Carl Gustav Jung (1875-1961)
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Diese Aussage von C.G. Jung über
die Bedeutung der menschlichen Psyche ist zeitlos. Die Psyche verfügt
über eine enorme Energie. Sowohl herausragende Leistungen wie auch
destruktive Psychosen haben ihre Wurzeln in der Psyche. Das Gleiche gilt
jedoch auch für kreative und intelligente Leistungen im Büro
– oder auch für Mobbing. C.G. Jung hat uns gelehrt, dass wir
zwar denken, dass wir alleine über unser Leben bestimmen, dies aber
bei weitem nicht so ist. In jedem Augenblick ist unser Verhalten ein Produkt
vieler Faktoren von denen die meisten im Unterbewusstsein ablaufen. Es
gibt eine erschrecken hohe Zahl von Menschen, die sich an ihrem Arbeitsplatz
nicht wohl fühlen oder sich morgens müde fühlen. Dies ist
nicht alleine mit Stresssituationen zu erklären. Dies merkt man,
wenn man am Arbeitsplatz einen anderen Raum wählt und plötzlich
viel entspannter und kreativer arbeiten kann. Oder wenn man das Schlafzimmer
wieder zu einer Zone der Erholung umgestaltet. Damit der dünne Faden
der Psyche nicht reisst, können wir zum Beispiel sorgen, dass wir
uns in unserer Arbeits- und Wohnumgebung geborgen sind und uns instinktiv
wohl fühlen. Psychologie und Feng Shui zusammengeführt ergibt
die Raumpsychologie. Die Raumpsychologie stützt sich auf zwei Grundsätze.
Jeder Raum besteht nicht nur einfach aus toter Materie und materiellen
Komponenten, sondern er besitzt auch unterschiedliche energetische Merkmale.
Ausserdem besteht eine enges Wechselspiel zwischen der Materie und der
menschlichen Psyche, insbesondere der unbewussten Seite. Raumpsychologie
nutzt gleichermassen uraltes und neues Wissen.
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Die
fünf Elemente oder Wandlungsphasen |
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Eine der wichtigsten Grundlagen
im Feng Shui ist die „Theorie der fünf Elemente“. Es
ist zugleich eines der berühmtesten Systeme aller chinesischen
Weisheiten und geht mindestens bis auf das 3. Jahrhundert vor Christus
zurück. Dabei geht es um fünf grundlegende Energiebewegungen
bzw. Kräfte, welche sich nach aussen oder nach innen bewegen, die
auf- oder absteigen oder rotieren. Diese fünf Elemente sind eines
der essentiellen Werkzeuge im Feng Shui, da diese sich auf die energetischen
Qualitäten unserer Welt konzentrieren. Der Begriff Energie hat
im Feng Shui ausserdem eine doppelte Bedeutung. Einerseits ist damit
die fliessende Energie „Chi“ gemeint, andererseits die stehenden
Energien von unbewegten Kraftfeldern in einem Raum.
Die fünf Elemente sind Wasser, Holz, Feuer, Erde und Metall. Mit
diesen fünf Energien werden verschiedene Eigenschaften oder Schwingungsphasen
(Wandlungsphasen) assoziiert, die wir im täglichen Leben erfahren
– Farben, Gerüche und Geschmäcker. Sie entsprechen den
Jahreszeiten, Nahrungsmitteln, Himmelsrichtungen und Zahlen. Das System
wird auch in der traditionellen chinesischen Medizin für die Diagnose
und in der Akupunktur verwendet. Folgende Tabelle soll einen kurzen
Überblick geben:
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Wasser |
Holz |
Feuer |
Erde |
Metall |
| Jahreszeit |
Winter |
Frühling |
Sommer |
Übergang
zwischen den Jahreszeiten |
Herbst |
| Farbe |
blau, schwarz |
grün |
rot, orange |
gelb, beige,
braun |
weiss, silber,
gold, metallig glänzend |
| Form |
Gewellte Formen
und Linien |
Säulenartig,
nach
oben und aussen |
Dreieckige,
spitzige Form,
schiesst nach oben |
Rechteckige
Form,
horizontal rotierend |
Rund oder kuppel-
förmig, nach innen |
| Organ |
Nieren |
Leber |
Herz |
Magen |
Lunge |
| Richtung |
Norden |
Osten |
Süden |
Mitte |
Westen |
|
Das
spannende an den fünf Elementen ist, dass sie untereinander ständig
interagieren. Diese Wechselwirkung kann je nachdem erzeugend sein, oder
feindlich verlaufen. Ein Beispiel: Feuer wird im natürlichen Kreislauf
vom Holz erzeugt und erzeugt selbst Erde (Das Holz wird verfeuert und
am Schluss bleibt Asche, also Erde zurück). Das kann andererseits
Metall zum schmelzen bringen, verhält sich also dem Metall gegenüber
„feindlich“. Andererseits wird es durch Wasser gelöscht.
So hat jedes Element zu einem anderen eine bestimme Wechselwirkung oder
Interaktion. Die Feng Shui Korrekturen werden in der Wohnung sehr häufig
nach diesen Kriterien angebracht. Sollten zwei Elemente sich gegenüberstehen,
die eine zu hohe Spannung erzeugen (z.B. Wasser und Feuer) so kann dieses
Konflikt durch das sogenannte „Brückenelement“ gelöst
werden. Wir geben also in den fraglichen Bereich – für dieses
Beispiel – Holz hinein und stellen so die Harmonie wieder her. |
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Holz
Holz
wird erzeugt durch die Wasserenergie. Es symbolisiert die Energie
die sich in alle Richtungen nach oben und aussen ausdehnt. Diese
Energie hat grosse Kraft und wächst wie ein Baum. In dieser
Phase des Zyklus beginnt etwas zu wachsen. Es herrscht zunehmender
Mond. Es sind die Kräfte des Frühlings am Werk. Die Tageszeit
ist der frühe Morgen, die Richtung ist Osten, das Organ ist
die Leber. Der Geschmack ist sauer. Sämtliche Grüntöne
gehören zum Holzelement. Die Energie fliesst vom Holz weg zum
Feuer. |
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Feuer
Das
Feuer wird durch das Holz genährt. Seine Energie schiesst nach
oben. Der Zyklus hat hier seinen Höhepunkt erreicht. Es ist
herrlich heisster Sommer und die leuchtende Vollmondphase. Die Tageszeit
ist der Mittag, die Richtung ist Süden, das Organ ist das Herz.
Der Geschmack des Elementes ist bitter. Kräftiges Rot und Orange
entsprechen dem Feuerelement am ehesten. Das Feuer erzeugt in seiner
Energiewirkung das Element Erde. |
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Erde
Das
Element Erde wird vom Feuer erzeugt. Seine Energie bewegt sich horizontal
um ihre eigene Achse und beeinflusst die Wandlungsphasen zwischen
den Jahreszeiten. Die Erde ist insofern eine Ausnahme, es ist das
ausgleichende Element in der Natur. Das Wesen des Erdelementes offenbart
sich in der Mitte von allem Lebendigen und allen Dingen. Es steht
für die Übergangszeit zwischen den Jahreszeiten, es ist
die Mitte des Hauses (keine der Haupthimmelsrichtungen), und er
Mond, bevor er abnimmt: Golden und voll. Die Organe sind der Magen
und die Milz. Die Farben der Erde sind Gelb, Braun und Sand. Aber
auch Schlammtöne und Terrakotta. Der Geschmack ist süss.
Die Erde bringt Metall hervor. |
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Metall
Das
Metall, das von allen Energieformen am dichtesten ist, entsteht
durch die Energiebewegung nach innen. Erde erzeugt Metall. Es hat
eine zusammenziehende, zähflüssige Eigenschaft. Es ist
der Herbst und die Phase des abnehmenden Mondes. Die Richtung ist
Westen. Das Organ ist die Lunge und ebenfalls der Dickdarm. Der
Geschmack ist scharf, wie die meisten Gewürze. Die Farben des
Metalls sind weiss, golden, silbrig und metallen glänzend.
Am Metall kondensiert das Wasser. |
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Wasser
Wasser
wird durch Metall erzeugt; die herabfliessende Energie des Wassers
kondensiert am Metall. Die Energie des Wassers sinkt nach unten.
Seine Jahreszeit ist der Winter. Dies ist die Phase des Zyklus in
der die Dinge den Punkt der grössten Konzentration erreicht
haben. Es entspricht der Neumondphase. Die entsprechende Tageszeit
ist Mitternacht, die Richtung Norden, die Organe sind Nieren und
Blase, der Geschmack ist salzig. Die Farben sind sämtliche
Blautöne und ebenfalls schwarz. Das Wasser gibt seine Energie
natürlicherweise weiter an das Element Holz. |
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